Was bringt die neue E-Auto-Förderung 2026?
Seit dem 1. Januar 2026 gibt es in Deutschland eine neue staatliche Förderung für Privathaushalte beim Kauf eines E-Autos. Damit will die Politik den Umstieg auf klimafreundliche Mobilität beschleunigen und die zuletzt strauchelnde heimische Automobilindustrie wieder stärken. Auch die Technik moderner Elektroautos hat sich in den vergangenen Jahren deutlich weiterentwickelt. Reichweiten steigen, Ladezeiten sinken und die Betriebskosten fallen häufig geringer aus als bei klassischen Verbrennern. Ist 2026 das Jahr gekommen, um aufs Elektroauto umzusteigen?
Die Elektromobilität gewinnt nicht nur aus ökologischen Gründen an Bedeutung, sondern wird vor allem wirtschaftlich immer attraktiver. Waren es zu Beginn eher vermögende Enthusiasten, die sich den damals noch teuren Elektroantrieb leisten wollten, sind E-Autos spätestens mit dem staatlichen Zuschuss für Haushalte mit kleinerem Einkommen in der Mitte der Gesellschaft angekommen.
Wer hat Anspruch auf die E-Auto-Förderung?
Beantragen können die neue Förderung Privatpersonen mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen von bis zu 80.000 €1. Maßgeblich dafür ist der Durchschnitt der letzten beiden Steuerbescheide, wobei das zu versteuernde Einkommen des Ehepartners hinzuaddiert wird.
Einkommensgrenze und Kinderbonus
Die Einkommensgrenze erhöht sich für bis zu zwei Kinder unter 18 Jahren um je 5.000 € auf insgesamt maximal 90.000 €. So wird gezielt Haushalten mit Kindern der Einstieg in die Elektromobilität erleichtert.
Welche Fahrzeuge werden gefördert?
Gefördert werden in Deutschland zugelassene Neufahrzeuge bis zu 3,5 t mit rein elektrischem Antrieb und Plug-in-Hybridantrieben, wenn der CO₂-Ausstoß unter 60 g CO₂/km liegt oder eine elektrische Reichweite von mindestens 80 km erreicht wird. Die staatliche Förderung wird sowohl beim Kauf als auch beim Leasing der E-Autos gewährt, solange der Antragsteller das Fahrzeug für mindestens 36 Monate ab Zulassung behält. Ausgeschlossen von der Förderung sind gebrauchte Elektroautos.
Wie hoch ist die E-Auto-Förderung?
Die Höhe der Förderung hängt im Wesentlichen von drei Faktoren ab: Anzahl der minderjährigen Kinder, Einkommen und Fahrzeugtyp.
Grundbetrag und Aufschläge
Reine E-Autos werden mit mindestens 3.000 € bezuschusst, Plug-in-Hybride kommen auf mindestens 1.500 €. Mit zwei Kindern steigt der Zuschuss pro Kind um 500 € auf 4.000 € beim E-Auto und 2.500 € beim Plug-in-Hybrid. Liegt das zu versteuernde Jahreseinkommen unter 60.000 €, ist ein weiterer Zuschuss von 1.000 € und bei unter 45.000 € ein Zuschuss von 2.000 € vorgesehen. Somit liegt die maximal mögliche Fördersumme bei insgesamt 6.000 € für das E-Auto und 4.500 € für den Plug-in-Hybrid.
Antrag und Fristen – wann und wie lange?
Beantragt werden kann die Förderung voraussichtlich ab Mai 2026 und ist rückwirkend gültig für alle berechtigten Fahrzeuge, die ab dem 1. Januar 2026 zugelassen wurden. Ein Enddatum gibt es aktuell nicht, allerdings reicht die zur Verfügung stehende Fördersumme für nur ca. 800.000 Fahrzeuge2. Zum Vergleich: Im Jahr 2025 wurden über 545.000 E-Autos und etwa 300.000 Plug-in-Hybride in Deutschland neu zugelassen3. Es ist also davon auszugehen, dass das Kontingent noch in diesem Jahr ausgeschöpft sein wird.
Herstellerprämien und Gesamtersparnis
Darüber hinaus beteiligen sich die Hersteller auch mit eigenen Preisnachlässen, welche zusätzlich zur staatlichen Förderung gewährt werden und den Neuwagenpreis weiter reduzieren. VW wirbt aktuell mit der ID. Kaufprämie in Höhe von bis zu 5.000 € beim Erwerb eines ihrer rein elektrischen Fahrzeugmodelle4.
Beispiel: VW ID.3 mit Förderung
Ein ID.3 kostet somit statt 33.330 € Listenpreis nur noch 23.330 €, wenn man sowohl die ID. Kaufprämie als auch den kompletten Förderbonus der Bundesregierung einrechnet. Das macht ihn rund 6.000 € günstiger als sein Pendant aus der Verbrenner-Welt, dem aktuellen Golf 8. Wer sowohl die Förderung der Bundesregierung als auch die ID. Kaufprämie nutzen will, sollte sein Fahrzeug bis zum 31.03.2026 bestellt haben – solange läuft die Aktion bei VW.
Betriebskosten: Wo spart man mit dem E-Auto?
Nicht nur über den Anschaffungspreis, auch über die Betriebskosten des E-Autos lässt sich langfristig Geld sparen. Im Gegensatz zum Verbrenner zahlt man keine Kfz-Steuer und auch die jährlichen Wartungskosten fallen niedriger aus, da unter anderem der Ölwechsel entfällt. Das größte Einsparpotenzial liegt jedoch bei den Energiekosten: Der Strom pro Kilometer ist fast immer günstiger als Benzin oder Diesel, erst recht im Hinblick auf die jährlich steigende CO₂-Bepreisung5. Besonders preiswert ist das Laden zu Hause an der heimischen Wallbox, idealerweise in Verbindung mit einer PV-Anlage.
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Technik und Alltagstauglichkeit
Neben den finanziellen Vorteilen hat sich auch die Leistungsfähigkeit moderner Elektroautos deutlich verbessert. Die aktuellen Modelle erreichen heute Reichweiten zwischen 400 und 700 Kilometern6. Fortschritte bei der Batterietechnologie ermöglichen längere Lebensdauern sowie schnellere Ladezeiten. Besonders das stetig wachsende Netz an Schnellladestationen verkürzt Ladepausen auf Langstrecken erheblich. Dadurch eignen sich Elektrofahrzeuge inzwischen nicht mehr nur für den Stadtverkehr, sondern zunehmend auch für längere Fahrten.
Fazit
Insgesamt zeigen mehrere Faktoren, dass der Umstieg auf Elektromobilität 2026 attraktiv ist. Die neue Förderung reduziert die Anschaffungskosten erheblich. Gleichzeitig sorgen niedrigere Betriebs- und Wartungskosten langfristig für finanzielle Vorteile. Technologische Fortschritte erhöhen Reichweite, Komfort und Alltagstauglichkeit der aktuellen Fahrzeuggeneration. Besonders für Pendler, Eigenheimbesitzer mit eigener Lademöglichkeit sowie Dienstwagenfahrer kann sich der Wechsel lohnen.
Ob 2026 tatsächlich der optimale Zeitpunkt für den Umstieg ist, hängt letztlich von individuellen Fahrprofilen und Nutzungsszenarien ab. Fest steht jedoch, dass Elektroautos wirtschaftlich und technisch so konkurrenzfähig sind wie nie zuvor – und die aktuellen Förderprogramme diesen Wandel zusätzlich beschleunigen werden.
Quellen
- Bundesumweltministerium – Fragen und Antworten zur E-Auto-Förderung
- Bundesregierung – E-Auto-Förderprogramm
- ENBW Blog – Verkaufszahlen von E-Autos 2025
- Volkswagen – Aktuelle Angebote / ID. Kaufprämie
- DEW21 Magazin – E-Auto vs. Verbrenner
- auto motor und sport – Reichweiten-Könige bei Elektroautos
Häufig gestellte Fragen zur E-Auto-Förderung 2026
Wer hat Anspruch auf die E-Auto-Förderung 2026?
Anspruch haben Privatpersonen mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen von bis zu 80.000 € (Durchschnitt der letzten beiden Steuerbescheide, bei Verheirateten wird das Einkommen des Partners addiert). Mit bis zu zwei Kindern unter 18 Jahren erhöht sich die Grenze um je 5.000 € auf maximal 90.000 €. Gefördert werden nur Neufahrzeuge, die in Deutschland zugelassen sind.
Wie hoch ist die E-Auto-Förderung 2026?
Reine Elektroautos erhalten mindestens 3.000 €, Plug-in-Hybride mindestens 1.500 €. Mit zwei Kindern gibt es je 500 € Zuschlag (max. 4.000 € / 2.500 €). Bei Einkommen unter 60.000 € kommen 1.000 €, unter 45.000 € weitere 2.000 € dazu. Maximal sind 6.000 € für reine E-Autos und 4.500 € für Plug-in-Hybride möglich.
Bis wann kann ich die E-Auto-Förderung beantragen?
Der Antrag soll voraussichtlich ab Mai 2026 möglich sein und ist rückwirkend für alle berechtigten Fahrzeuge gültig, die ab dem 1. Januar 2026 zugelassen wurden. Ein offizielles Enddatum gibt es nicht, das Fördervolumen reicht jedoch nur für etwa 800.000 Fahrzeuge – bei den Zulassungszahlen von 2025 könnte das Kontingent noch 2026 ausgeschöpft sein.
Gibt es die E-Auto-Förderung auch beim Leasing?
Ja, die staatliche Förderung wird sowohl beim Kauf als auch beim Leasing gewährt. Voraussetzung ist, dass der Antragsteller das Fahrzeug mindestens 36 Monate ab Zulassung hält. Gebrauchte Elektroautos sind von der Förderung ausgeschlossen.
Welche E-Autos werden 2026 gefördert?
Gefördert werden in Deutschland zugelassene Neufahrzeuge bis 3,5 t mit reinem Elektroantrieb oder Plug-in-Hybrid, sofern der CO₂-Ausstoß unter 60 g CO₂/km liegt oder eine elektrische Reichweite von mindestens 80 km erreicht wird. Gebrauchte Fahrzeuge sind ausgeschlossen.
Kann ich E-Auto-Förderung und Herstellerprämie kombinieren?
Ja. Die staatliche Förderung und Herstellerprämien können kombiniert werden. Die genauen Bedingungen und Fristen der Herstelleraktionen können variieren.